Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit, den gegenwärtigen Moment bewusst erleben und das ,was in dir und um dich herum geschieht akzeptieren und urteilsfrei wahrnehmen.

Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren

Die ganze Aufmerksamkeit schenken:
Alles was dir im Alltag begegnet eignet sich als Achtsamkeitsübung.

Innehalten um ein paar Atemzüge bewußt zu atmen. 

Versuche stets nur eine Sache gleichzeitig zu tun , ohne dich ablenken zu lassen.

Dinge bewusster wahrnehmen in dem du Routinen brichst.
Zum Beispiel beim Zähneputzen die andere Hand nutzen.

Erfahre Entschleunigung indem du zum Beispiel langsamer gehst als sonst, deinen Bewegungsrhythmus eimal am Tag veränderst.

Tätigkeiten als Anker nutzen, die dich in eine achtsame Haltung zurückbringen können, z.B. die Tasse Tee am Morgen.

„Alles darf sein wie es ist!“ Bewerte nicht was du wahrnimmst,  so entsteht kein neuer Stress bei der Stressbewältigung mit Achtsamkeit.

Wähle jeden Tag einen anderen Sinn ( sehen, hören, spüren, riechen, schmecken) an den du deine Achtsamkeit koppelst.

SEHEN:
Betrachte bei deinem nächsten Spaziergang bewusst deine Umgebung und lass alles auf dich wirken, was um dich herum passiert.

Was ist nah, was ist weiter weg?
Welche Farben siehst du?
Wie sieht der Himmel aus?
Was fällt dir besonders auf?

HÖREN:
Schließe deine Augen, und richte deine Aufmerksamkeit auf die Geräusche ringsum.
Zum Beispiel das Summen der Bienen, Vogelgezwitscher, raschelnde Blätter…….

Was hörst du?
Woher kommen die Geräusche?
Sind sie nah, oder fern?

Ohne sie zu bewerten und zu benennen überlege welche Geräusche hängen bleiben, was diese Geräusche bei dir auslösen.

Gib der Stille bewusst einen Raum, etwa bei einem Spaziergang durch den Wald. Lass deine Gedanken in den Hintergrund treten, so förderst du ganz deine „Wahrnehmung“.

Nimmst du Lücken zwischen denn Geräuschen war?
Was bewirkt die Stille in Dir?

SPÜREN:
Erfahre deine Umgebung über die Haut, indem du barfuß über eine Wiese gehst oder über einen Sandstrand.

Wie fühlt sich der Boden an?
Kühl oder warm, steinig oder weich, trocken oder feucht?

Ertaste nun etwas- zum Beispiel einen glatten Stein oder die Rinde eines Baumes. Berühre bewusst, nicht nur nebenbei.

Welche Strukturen und Unebenheiten spürst du beim Betasten eines Objektes?
Schließe nun deine Augen und lasse die Effekte der Umgebung auf dich wirken.

Was spürst du auf deiner Haut?
Wind, das Kitzeln einer Haarsträhne, Wärme?

RIECHEN:
Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Düfte.  Achte  beim nächsten Spaziergang ganz bewusst darauf.

Wonach riecht der Wald?
Nach Holz, Gras oder Erde?
Modrig oder herb-frisch?

Schnuppere an Kräutern oder Blüten. Zwischen den Fingern zerrieben intensiviert sich das Aroma.

Duftet es zart oder intensiv?
Schwer, oder erfrischend?

Düfte und Gerüche können Erinnerungen wecken, da sie stark mit den Gefühlen verbunden sind.

Welche Gefühle kommen in dir hoch?

SCHMECKEN:
Pflück dir, z.B. ein paar Beeren, lass sie bewusst auf deiner Zunge zergehen.
Nimm ihre Form und Beschaffenheit über deine Zunge war.

Wie schmeckt die Frucht ?  Süß oder sauer?  Herb oder fruchtig?
Wie fühlt sie sich im Mund an?

Ein Schluck Wasser aus einer Flasche oder ein Schluck Leitungswasser schmeckt nicht immer gleich. Nimm einen Schluck und behalte ihn eine Weile im Mund.

Ist die Flüssigkeit still oder prickelnd? 
Warm oder kühl?
Schmeckt das Wasser eher salzig oder eher süßlich?